Eine Ziege als Ersatz-Mama

Nashörner sind empfindsame Wesen. Jungtiere brauchen ständig die Gegenwart ihrer Mutter, sonst sterben sie vor Einsamkeit – und das ist wörtlich gemeint…
Sind sie für mehrere Stunden allein, produziert der Körper so viele Stresshormone, dass er kollabiert. Das erschwert es auch, Nashorn-Waisenbabys in Menschenobhut groß zu ziehen. Zwar gewöhnen sie sich schnell an ihre Ersatzmutter, die muss aber 24 Stunden am Tag zugegen sein – und zwar jahrelang. Das kann kein menschlicher Pfleger leisten.
In südafrikanischen Aufzuchtstationen wird jedem Nashorn-Waisen deshalb ein tierischer Begleiter zugeteilt, der keinen Schritt mehr von der Seite des Dickhäuters weicht. Zuerst hat man es mit Hunden versucht. Klappte auch. Die Hundemütter kümmerten sich liebevoll um die jungen Nashörner, die fühlten sich wohl. Einziges Problem: Die Nashörner fraßen, auch später im Erwachsenenalter, konsequent aus dem Napf.
Deshalb ist man inzwischen auf Ziegen und Schafe umgestiegen. Die lehren den jungen Nashörnern das artgerechte Grasen. Funktioniert großartig.

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